1 / 13

BM ‚Politische Systeme‘

BM ‚Politische Systeme‘. Arten politischer Systeme: Totalitäre Diktaturen. Gliederung der Vorlesung. Was ist Politik? Was ist Wissenschaft? Was ist ein ‚politisches System‘? Warum und wie vergleicht man politische Systeme? Wie läßt sich politische Macht ausüben und bändigen?

jaxon
Download Presentation

BM ‚Politische Systeme‘

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author. Content is provided to you AS IS for your information and personal use only. Download presentation by click this link. While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server. During download, if you can't get a presentation, the file might be deleted by the publisher.

E N D

Presentation Transcript


  1. BM ‚Politische Systeme‘ Arten politischer Systeme:Totalitäre Diktaturen TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  2. Gliederung der Vorlesung • Was ist Politik? • Was ist Wissenschaft? • Was ist ein ‚politisches System‘? • Warum und wie vergleicht man politische Systeme? • Wie läßt sich politische Macht ausüben und bändigen? • Welche Arten politischer Systeme gibt es? • Wie wandeln sich politische Systeme? • Welche Strukturen und Funktionen besitzen die zentralen Elemente moderner politischer Systeme? TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  3. A & Odes Kurses ! Gliederung des Proseminars • Organisatorisches und Grundsätzliches • Wofür und wie gebraucht man ‚analytische Kategorien‘? • Wie wendet man die analytischen Kategorien des Modells eines ‚politischen Systems‘ an? • Ergänzender Stoff zur Vorlesung I:Analytische Kategorien und deren systemvergleichende Anwendung • politische Kultur; politische Sozialisation; politische Eliten und deren Rekrutierung; Wahlsysteme, Wahlverhalten, Wahlkämpfe • Grundtypen politischer Systeme: systemvergleichende Anwendung analytischer Kategorien • totalitäre Diktatur, autoritäre Diktatur, zusammenbrechende und entstehende Systemstrukturen, demokratische Verfassungsstaaten mit unterschiedlichen Regierungssystemen, repräsentative und plebiszitäre Demokratie • Ergänzender Stoff zur Vorlesung II:Analytische Kategorien und deren systemvergleichende Anwendung • Föderalismus; Politikfeldanalyse TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  4. Arten politischer Systeme Willensbildung liberaler demokratischer Verfassungsstaat • konkurrierend • monopolisiert politischer Gestaltungsanspruch autoritäre Diktatur • begrenzt • unbegrenzt • gewaltenteilend totalitäre Diktatur Herrschaftsstruktur • monistisch TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  5. Die totalitäre Diktatur • monistische Herrschaftsstruktur (‚Diktatur‘, ‚Willkürherrschaft‘) • (weitgehend) monopolisierte politische Willensbildung ohne Einbeziehung aller Bürger ab einem bestimmten Alter (‚autokratisch‘) • (zeitweise) unbegrenzter staatlicher Gestaltungsanspruch (‚totalitär‘) TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  6. Gesellschaft Entstehung von Totalitarismus neue Führungsgruppe will neues Werte-system durchsetzen ‚Primärphänomen‘ Widerstand ‚Sekundärphänomene‘ Brechung des Widerstands TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  7. Das Primärphänomen von Totalitarismus • Es entsteht eine Gruppe von politischen Akteuren, die einer Gesellschaft – und zwar auch gegenderen Willen – ein ihr bislang neues handlungsleitendes Wertesystem aufprägen will. • Nach eigener Sichtweise hat sie dazu das Recht aufgrund ... • der Weisheit ihres Führers • einer wissenschaftlichen Weltanschauung • göttlichen Willens. • Diese Gruppe gelangt an die Machtund beginnt mit ihrer voluntaristischen Wirklichkeitskonstruktion. TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  8. Sekundärphänomene von Totalitarismus • In der Gesellschaft regt sich Widerstand gegen die Aufprägung des neuen handlungsleitenden Wertesystems. • Gegen diesen Widerstand gehen die Herrschenden tat-kräftig durch geeignete Zwangsmittel vor, u.a. durch... • Zentralisierung aller Machtmittel • Ausschaltung politischer, wirtschaftlicherund kultureller Konkurrenz • Kommunikationskontrolle • Repression • exemplarischen Terror ‚klassisches Totalitarismus-Syndrom‘ TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  9. Entwicklungspfadevon Totalitarismus • zunächstimmerRadikalisierung:Reaktion auf Widerstand in der Gesellschaft. • sodann: • Abklingen:Transaktions- und Opportunitätskosten der Systemdurchsetzung werden den Machthabern zu hoch • Störung des Wirtschaftsprozesses • abnehmender Grenznutzen der Systemtransformation • Nötigkeit von freiwilliger Massenloyalität • Zerstörung:Zusammenbruch von innen oder Niederwerfung von außen • Akzeptanz des neuen Wertesystemsdurch die Gesellschaft: gelungene Neukonstruktion von Wirklichkeit TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  10. Glanz und Elend von Totalitarismus • Totalitarismus entsteht meist aus den besten Absichten. • Totalitarismus kann jederzeit entstehen, wenn verfassungsstaatliche Sicherungen unwirksam werden. • Totalitarismus wird sich stets zu – verfassungsstaatlich ungesicherter! – autoritärer Herrschaft weiterentwickeln. TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  11. Fallbeispiel Vergleichsfälle: Sowjetunion, Drittes Reich Fragestellung: „Wie ist es möglich, daß ganz unterschiedliche politische Zielsetzungen ähnliche Herrschaftspraktiken nach sich ziehen?“ TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  12. Was ist eine ‚Analyse‘? • Sie beantwortet mit Anspruch auf Wahrheit eine klare Frage, etwa: • Warum hat X die Wahl gewonnen? • Sie ordnet den Stoff nach Gesichtspunkten oder Begriffen, die für eine Antwort auf jene Frage nützlich sind. • Genau solche Gesichtspunkte oderBegriffe sind ‚analytische Kategorien‘. • Sie löst sich von ... • der Chronologie der Ereignisse (‚historische Beschreibung‘) • der Selbstsicht der Akteure (‚Nachzeichnung der Sicht von innen‘) • der für den Autor unverbindlichen Wiedergabe der Sichtweisen anderer (‚Nachzeichnung des Diskussionsstandes‘) ‚analytische Distanz‘ TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

  13. trägt den zu vermittelnden Stoff vor oder präsentiert die einzuübenden Fertigkeiten anhand einer klaren Fragestellung in zielführender Gliederung mündend in eine begründete Antwort auf seine Frage; zeigt auf ... weiterführende Fragestellungen erkenntnisträchtige weitere Richtungen der Gedanken- und Argumentationsführung. erörtert, ob das vom Referenten an den Tag gelegte Verständnis des Stoffes wohl das bestmögliche war legt ggf. eine Alternative vor hinterfragt den Gedankengang des Referenten legt ggf. eine Alternative vor bringt Sachverhalte, Sichtweisen und Gedanken vor, die der Referent überging, obwohl sie nach Ansicht des Diskutanten wichtig sind. Aufgaben von ...Referent und Diskutant • lobt • kritisiert • bringt Eigenes freundlicher Wettstreit ... aber niemals ein ‚Koreferat!‘ TU Dresden - Institut für Politikwissenschaft - Prof. Dr. Werner J. Patzelt

More Related